Das Tilta Nucleus-M II Control Handle Kit ist die Zusammenstellung dieser drahtlosen Objektivsteuerung (FIZ) für die Arbeit am Gimbal — der Fokus wird direkt aus dem rechten Handgriff mit ZOOM-Modul gezogen, nicht am Handrad. Im Karton liegen ein Griff, ein Motor mit 0,8-MOD-Zahnrad, Rohrhalterungen für 15 und 19 mm, Kabel, ein Adapter auf die ARRI-Rosette,…
Das Tilta Nucleus-M II Control Handle Kit ist die Zusammenstellung dieser drahtlosen Objektivsteuerung (FIZ) für die Arbeit am Gimbal — der Fokus wird direkt aus dem rechten Handgriff mit ZOOM-Modul gezogen, nicht am Handrad. Im Karton liegen ein Griff, ein Motor mit 0,8-MOD-Zahnrad, Rohrhalterungen für 15 und 19 mm, Kabel, ein Adapter auf die ARRI-Rosette, ein Adapter auf Top Handle und zwei Universal Focus Gear Rings. Die FIZ-Handeinheit WLC-T06-FIZ gehört nicht dazu; sie liegt den Sets WLC-T06-K1 und WLC-T06 bei.
Der rechte Griff trägt oben das ZOOM-Modul: Die Zoom-Wippe reagiert auf Druck, es lässt sich also langsam wie schnell zoomen, und die A/B-Taste begrenzt den Weg des Motors. Eine Taste entriegelt das Modul, das dann auf den linken Griff wandern kann.
Der Motor liefert 0,48 Nm Drehmoment bei 14,8 V bei einem Geräuschpegel von 15 dB. Die Motorzahnräder sind wechselbar — 0,5 MOD mit 63 Zähnen und 0,8 MOD mit 39 Zähnen — damit passt das System auf Cine-Objektive ebenso wie auf Fotoobjektive mit aufgesetztem Zahnring. Die Halterungen nehmen 15-mm- und 19-mm-Rohre auf. Beide 7pin-Anschlüsse führen Strom hinein und hinaus, sodass sich mehrere Motoren aus einer Quelle durchschleifen lassen.
FIZ-Handeinheit und jeder Handgriff laufen mit einem einzigen Sony-NP-F550-Akku; Tilta gibt 8 bis 12 Betriebsstunden an. Die Motoren werden über P-Tap an einem V-Mount- oder Gold-Mount-Akku versorgt oder über das 7pin-Kabel von der Einheit. Handeinheit und Griffe haben USB-C zum Laden und für Firmware-Updates. Der NP-F550-Akku liegt nicht bei.
Das System funkt auf 2,4 GHz mit wählbaren Kanälen und einem eigenen störungsresistenten Kanal; das Display lässt sich abschalten (Stealth Mode). Das 2,4-GHz-Band darf in der Europäischen Union anmelde- und gebührenfrei genutzt werden. Eine Reichweite in Metern nennt Tilta für das Grundsystem nicht, nur „bis zu mehreren hundert Metern"; mit dem optionalen Range Expansion Module gibt der Hersteller 1900 Fuß (etwa 580 m) und im freien Gelände bis zu 4900 Fuß (etwa 1490 m) an.
Das Nucleus-M II ist abwärtskompatibel zum Nucleus-M der ersten Generation, zum Nucleus Nano II und zum Motor der Mirage-Mattebox, der Umstieg kann also schrittweise erfolgen. Über das DJI-Protokoll arbeitet es mit den Gimbals RS 2, RS 3 und RS 4 sowie mit dem DJI Focus Motor zusammen. Das Objektiv braucht einen Zahnring — auf Fotoobjektive kommt ein Universal Focus Gear Ring.
Das Nucleus-M II gibt es in drei Zusammenstellungen, und die Namen verraten nicht, welche welche ist. Der Unterschied liegt darin, womit gesteuert wird und wie viele Motoren dabei sind:
Den Fokusring des Objektivs im laufenden Betrieb nicht von Hand drehen — der Motor kann überlastet werden. Einheit und Griffe sind ausschließlich für Akkus vom Typ NP-F550 ausgelegt (7,4 V, 71 × 38,5 × 21 mm); andere Akkus der F-Serie sind laut Hersteller unzulässig.
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